Remy Leroy
Als Önologe und Agraringenieur, der 2006 in Bordeaux ausgebildet wurde, bewirtschafte ich ein Familienweingut von fast 9 Hektar, das in
Meurville in der Côte des Bar liegt. Meine ton- und kalkhaltigen Böden stammen aus dem oberen Jura. Die Rebberge – Kimmeridgium, die man auch in Chablis findet, sind die Besonderheit des Cru de Meurville. Die geringe Humusauflage erzeugt sehr karge Böden. Auf solchen Untergründen, auf denen die Reben natürlich „leiden“, wird positiver Stress erzeugt, sodass die Rebe lernt mit wenig Wasser auskommen. Sie versucht immer tiefer in die Böden einzudringen, um ihr Wachstum zu gewährleisten. Dies ermöglicht die Gewinnung von Traubenmaterial von bemerkenswerter Typizität.
Der Rebsortenbestand besteht vorwiegend aus Pinot Noir (70 %), der Königsrebe der Côte des Bar, 20 % Chardonnay und 10 % Pinot Meunier. Das Durchschnittsalter des Weinbergs liegt bei ca. 23 Jahren.
Mein Ziel ist einfach: eine moderate Erntemenge (niedrige Erträge), um gleichzeitig reife und gesunde Früchte zu erhalten, die eine hohe Konzentration an Aromenträger und Mineralien aufweisen. Um
dies zu erreichen, geben wir das Maximum, um einen luftigen und mit Leben gefüllten Boden zu erhalten.
Ich benutze eine in der Champagne hergestellte Presse, die Tradition und Moderne vereint, um sanft Pressen zu können. Die Trauben werden schnell nach der Ernte gepresst und es ist kein Pumpen erforderlich, alles geschieht durch Schwerkraft.
Für mich ist die malolaktische Gärung ein natürlicher Prozess im Leben des Wein, deswegen wird sie bei uns durchgeführt.
Ich setzte auf den Mix aus Stahltank und Eichenfässern aus dem Burgund.
Dank meines Werdegangs, meiner Begegnungen und meiner Bestrebungen bin ich in der Lage immer weniger SO2 (Schwefel) einzusetzen. Die Flaschen werden im Frühjahr abgefüllt und ruhen bis zum Degorgieren mehrere Monate beziehungsweise Jahre länger im Keller als das vorgeschriebene Minimum.
Ich dosiere beim Degorgieren so genau wie möglich und die sehr gute Gesamtreife der Trauben ermöglicht bei allen Cuvées eine sehr niedrige Dosage, die weit von den Champagnerstandards entfernt ist. Die Weine reifen nach dem Degorgieren noch einmal mehrere Monate, um mit sehr guter Reife angeboten zu werden. Meine Champagner stammen aus Trauben, die auf ton- und kalkhaltigen Böden geerntet und sorgfältig vinifiziert werden. Sie besitzen Alterungspotenzial, das die Liebhaber von reifen Weinen begeistern dürfte.
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